Bodelschwinghschule

Projektwoche mit Bremer Künstler hilft Schulhof verschönern
"Atmosphäre muss in diese Schule kommen"

                                                                                                                                                 
Bodelschwinghschule in Altendorf- eine Schule mit Biss öffnet sich

Schulleiterin Hannelore Herz-Höhnke hat sich viel vorgenommen für die Bodelschwinghschule.
Im August des vergangenen Jahres hat sie die Schulleitung übernommen. Jetzt setzt eine
Projektwoche ein "Highlight". Aufbruchstimmung ist zu verspüren.
Die Bodelschwinghschule ist in dieser Woche ein Zentrum, an dem Menschen miteinander ins
Ge­spräch kommen und gemeinsam etwas gestalten. Die Schule soll schöner werden.

,,Das war hier früher alles kahl, kalt und hässlich", erklärt die Schulleiterin. Während der
Projektwoche wird daher überall im Schulhaus fleißig gearbeitet. Gleich in der Eingangshalle
sind Eltern dabei, mit Pinsel und Farbe eine bunte Unterwasserwelt zu gestalten.
Weiter oben haben sich Schüler in einer Gruppe zusammengefun­den, um Fische zu malen.
Sie sollen demnächst die Eingangshalle zieren.

Die Attraktion während der Pro­jektwoche ist jedoch der Bremer Künstler Günter Culik.
Er ist Künstler, Pädagoge, Sprachwissenschaftler - alles in einer Person. Die Schulleiterin ist
ganz begeistert; wie er mit den Menschenkinder umgehen kann...
Eingepackt in kleine Geschichten vermittelt er das große Wissen. Er zeigt den Kindern,
welche Chancen und Möglichkeiten in ihnen stecken; bewundert die kleinen Dinge des Lebens
und steckt mit seiner Sichtweise seine Mitmenschen an.

Vor allem aber leitet er die Kinder zu selbstverantwortlichem Handeln an. So entsteht auf dem
Schulhof allmählich etwas Neues. Unter Mitwirkung aller Kinder, die jeweils in kleinen Gruppen
dem Künstler helfen dürfen, wird aus einem großen Baumstamm ein Krokodil herausgearbeitet.
"Es soll deutlich werden. Diese Schule hat Biss" erklärt der Künstler. Und mit Blick auf das
reine Lehrerinnen-Kollegium stellt er fest: "Die Frauen leisten hier Großartiges".

Mit der neuen Schulleiterin ist in der Tat eine richtige Aufbruchstimmung an der Schule zu ver-
spüren. "Seit Anfang des Jahres ist bei allen eine große Zufriedenheit zu spüren" erklärt die
Schulleiterin.

Sie hat - unterstützt auch von ihrer Familie - ein Elterncafé eingerichtet. Hier können sich die
Eltern treffen und bei einer Tasse Kaffee unter­einander austauschen. Vor allem eine Gruppe
türkischer Mütter hat dieses Angebot gerne angenommen. Jeden Dienstag treffen sie sich in der
Schule. Der Raum ist darüber hinaus groß genug, dass hier auch Vorträge gehalten oder Aus-
stellungen gezeigt werden können. So öffnet sich die Schule zum Stadtteil, ganz im Sinne der
Stadtteilarbeit in Altendorf. Der Künstler Günter Culik lacht daher auch nur, wenn er von der
besonderen Problematik Altendorfs hört. "Redet die Probleme nicht schlimmer als sie sind"
fordert er auf. "Hier leben ganz normale Menschen"
Und sie kommen auf den Schulhof. Nachmittags, wenn die Schüler zu Hause sind, dann unterhält
sich der Künstler mit den Nachbarn und die finden die Projektwoche an der Bodelschwinghschule
richtig toll. Aus einem dicken Baumstamm ist auf dem Schulhof ein Krokodil entstanden.
Die Bodelschwinghschule hat Biss!